Archive for January, 2007

Talk: Öffentlichkeiten im Web 2.0 - Entstehung und Strukturprinzipien

Thursday, January 25th, 2007

jan

Ein hervorstechendes Merkmal des sogenannten “Web 2.0″ ist die Vielfalt an Öffentlichkeiten, die durch Weblogs, Videoplattformen, Podcasts und andere neue Kommunikationsangebote entsteht. Der Vortrag diskutiert dieses Phänomen aus einer kommunikationssoziologischen Perspektive und argumentiert, dass die individuellen Handlungen des Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagements durch verschiedene soziale Strukturen gerahmt werden, diese aber auch erst wieder hervorbringen und gebenenfalls verändern: Geteilte Verwendungsregeln, hypertextuelle und soziale Netzwerke sowie Merkmale des Software-Codes machen zusammen den Kern von Nutzungspraktiken aus und tragen zu einer Kanalisierung von Aufmerksamkeit bei. Trotz der vorgeblich egalitären und dezentralen Kommunikation finden sich dadurch auch charakteristische Hierarchien und Verschränkungen mit massenmedial hergestellten Öffentlichkeiten, die beeinflussen, wie sich Informationen und Meinungen verbreiten können.


Dr. Jan Schmidt ist stellvertretender Leiter der Forschungsstelle “Neue Kommunikationsmedien” an der Universität Bamberg. Der Kommunikationssoziologe beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Formen und Konsequenzen von Social Software. Im Rahmen des Projekts “Praktiken des onlinegestützten Networkings” untersucht er die Aneignung von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Pflege und Erweiterung von sozialen Netzwerken. Nähere Informationen zu seinen Publikationen und Forschungsinteressen finden sich in seinem Weblog.

VORTRAG AM DFKI, BAU 57, RAUM 372
31. Januar 2007, 15.00 Uhr

Remixing The Invisible: Science or Art? 20.01.07 Kaiserslautern

Wednesday, January 17th, 2007

remixing the invisible
Samstag 20.01.2007 ab 11.00 Uhr im KLI&K LOKAL:

Remixing the invisible - Bearbeitung des Unsichtbaren

Funknetze, lebenswichtige Datenströme der Taschentelefongeneration dienen Stephan Baumann als “objets trouvés”, als Gegenstände aus dem Alltag , die er mit minimalsten Eingriffen in der Tradition der Objekt- und Konzeptkunst in Töne umsetzt. Erstmals in Kaiserslautern wird so das Unsichtbare hör- und erlebbar gemacht. Die individuelle Qualität des Ortes und des urbanen Pulses im tageszeitlichen Kontext wird in einer zeitgenössischen, musikalisch ästhetisierten Bearbeitung für das KLI&K-Labor am 20. Januar ab 11.00 Uhr uraufgeführt. Handys und SMS gewünscht!